Mittelkonsolenblende

Eine Sichtfläche, eine Zusammenflusslinie und eine Durchbiegung. Eine PC+ABS-Blende mit Öffnungen für Wählhebel, Schalter und Anzeige, bei der die Sichtfläche und die Zusammenflusslinie über der Wählhebelöffnung die Bewertung bestimmen.

Anwendung
Fahrzeuginnenverkleidung
Werkstoff
PC+ABS (Covestro Bayblend T85)
Methode
3D Fill + Pack + Warp
Schwerpunkt
Sichtfläche und Füße der Schraubtürme
Projekttyp
Interne Demonstrationsstudie
Gesamtverformungsdarstellung der Mittelkonsolenblende, Maximum 1.262 mm
Gesamtverformung, alle Einflüsse · Maximum 1.262 mm · Interne Demonstrationsstudie

Wo trifft die Strömung auf einer Sichtfläche wieder zusammen, und wie eben bleibt diese Fläche?

Bei einer Blende ist die Analysefrage zuerst eine optische und erst dann eine strukturelle. Die Strömung muss drei Öffnungen umfließen, und überall dort, wo die Fließfronten wieder zusammentreffen, entsteht eine Linie, die nach Narbung und Lackierung sichtbar sein kann oder nicht.

Diese Studie vergleicht zunächst die Anspritzpunkte und rechnet dann die 3D-Sequenz, um diese Zusammenflusslinie zu verorten und zu messen, wie stark sich die Sichtfläche nach Nachdruck und Kühlung durchbiegt.

281.5 x 181.5 x 28.0 mm, 2.5 mm Nennwanddicke, 155.307 cm3: 24 Konstruktionselemente, eine mit Entformungsschrägen versehene, nach hinten offene Blende mit Öffnungen für Wählhebel, Schalter und Anzeige, gekernte Türme, Rippen und Positionierelemente.

Ein nachvollziehbares Berechnungsmodell.

Zweistufige Vernetzung: zuerst eine Dual-Domain-Oberfläche, dann ein aus der korrigierten Oberfläche erzeugtes 3D-Tetraedernetz, damit der im Vergleich ermittelte Anspritzknoten in den 3D-Lauf übernommen wird. Die Anschnittlage wurde vor dem Start des 3D-Laufs an abgeglichenen Dual-Domain-Modellen verglichen, ein Anspritzpunkt gegen zwei.

Der 3D-Lauf Fill + Pack + Warp wurde mit einem einzelnen punktförmigen Anspritzpunkt, einer nominellen Füllzeit von einer Sekunde, Umschaltung bei 99 Prozent des Bauteilvolumens und einem Nachdruck bei 80 Prozent des Fülldrucks gerechnet. Jede Darstellung behält ihre ursprüngliche Legende, damit jedes Ergebnis in seinen eigenen Einheiten lesbar bleibt.

Das Ergebnis im Zusammenhang bewerten.

1.064 sKavitätsfüllzeit
94.34 MPaUmschaltdruck
1.262 mmMaximale Gesamtverformung

Die Blende füllt sich in 1.064 s, wobei die Strömung über der Wählhebelöffnung wieder zusammentrifft, und fordert mit 94.34 MPa den höchsten Umschaltdruck der Reihe. Dennoch ist nicht die Füllung das Maximum der Schließkraft, sondern die Nachdruckphase.

Die Volumenschwindung erreicht am oberen Turmübergang ihr Maximum von 9.04 Prozent, während die größte geschätzte Einfallstelle, 0.062 mm, am unteren Außenrand liegt. Zwei verschiedene Mechanismen, zwei verschiedene Orte.

Die Gesamtverformung beträgt 1.262 mm, der kleinste Wert der drei großen Interieurteile, doch die Sichtfläche schließt weiterhin auf eine Restabweichung von 0.986 mm gegenüber einer Ausgleichsebene. Diese Restabweichung, nicht das globale Maximum, ist die Zahl, die eine Passungs- und Anmutungsbewertung braucht.

Von den Ergebnissen zur Umsetzung.

Klären Sie zuerst das Zusammenflussrisiko am oberen Steg; der untere mittige Anspritzpunkt ist ein Konzept-Ausgangszustand, keine Empfehlung.

Führen Sie ein physisches Anguss- und Kühlmodell ein und validieren Sie anschließend die Durchbiegung der Sichtfläche und die Befestigungspassung anhand definierter Bezüge und gespritzter Teile.

Grenzen der Studie

  • Interne Demonstrationsstudie an einer eigenen Konstruktion; weder ein Kundenprojekt noch ein Abgleich mit einem physischen Versuch wird behauptet.
  • Dies sind Simulationsergebnisse, keine gemessenen Produktionskennwerte.
  • Eigene Lehrgeometrie; kein OEM-Anforderungssatz und keine Qualifizierung als Zulieferleistung.
  • Idealer Punktanspritzpunkt: Verluste in Anschnitt, Verteiler, Anguss und Düse sind ausgeschlossen.
  • Gleichmäßige Werkzeugtemperatur; Kühlkreisläufe und Werkzeugblöcke sind nicht modelliert.
  • Der Verzug wird auf einem zweischichtig zusammengefassten Netz gerechnet (Solver-Warnung 201412); die Netzempfindlichkeit an dicken Übergängen bleibt offen.
  • Ohne definierte funktionale Anforderungen wird keine Aussage über Maß-, Sicht- oder Dichtfreigabe getroffen.

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