Steuergerätegehäuse
Der Dichtungsrand füllt sich zuletzt und biegt sich am stärksten durch. Ein Gehäuse aus glasfaserverstärktem PBT mit Deckeldichtnut, gekernten Leiterplattenstützen und hinteren Steckerkrägen, bewertet am Dichtungsrand und am Boden des Dichtungskanals.
- Anwendung
- Fahrzeugelektronik
- Werkstoff
- PBT mit 30 Prozent Glasfaser (BASF Ultradur B 4300 G6)
- Methode
- 3D Fill + Pack + Warp
- Schwerpunkt
- Dichtungsrand und Boden des Dichtungskanals
- Projekttyp
- Interne Demonstrationsstudie

Bleibt der Dichtungsrand eines Elektronikgehäuses eben genug, um auf einer Dichtung zu schließen?
Ein Steuergerätegehäuse hat eine Schnittstelle, die über die Wasserdichtheit entscheidet, und mehrere, die über den Sitz der Elektronik entscheiden. Das sind nicht dieselben Flächen, und sie bewegen sich nicht gemeinsam.
Der 3D-Lauf wurde von einem hinteren mittigen Anspritzpunkt aus auf einem validierten Netz mit 959,021 Tetraedern gerechnet, damit Kante, Kanalboden, Leiterplattenstützen und Fahrzeugbefestigungen jeweils für sich bewertet werden können.
230.0 x 142.0 x 52.0 mm, 2.5 mm Nennwanddicke, 162.862 cm3: 38 Konstruktionselemente mit einer Deckeldichtnut, gekernten Deckeltürmen und Leiterplattenstützen, hinteren Steckerkrägen und durchbrochenen Fahrzeugbefestigungen.
Ein nachvollziehbares Berechnungsmodell.
Zweistufige Vernetzung: zuerst eine Dual-Domain-Oberfläche, dann ein aus der korrigierten Oberfläche erzeugtes 3D-Tetraedernetz, damit der im Vergleich ermittelte Anspritzknoten in den 3D-Lauf übernommen wird. Die Anschnittlage wurde vor dem Start des 3D-Laufs an abgeglichenen Dual-Domain-Modellen verglichen, ein Anspritzpunkt gegen zwei.
Der 3D-Lauf Fill + Pack + Warp wurde mit einem einzelnen punktförmigen Anspritzpunkt, einer nominellen Füllzeit von einer Sekunde, Umschaltung bei 99 Prozent des Bauteilvolumens und einem Nachdruck bei 80 Prozent des Fülldrucks gerechnet. Jede Darstellung behält ihre ursprüngliche Legende, damit jedes Ergebnis in seinen eigenen Einheiten lesbar bleibt.
Das Ergebnis im Zusammenhang bewerten.
Das Gehäuse füllt sich in 1.041 s, und der Dichtungsrand gehört zu den zuletzt gefüllten Bereichen, bei einem Umschaltdruck von 49.72 MPa. Die Kante sieht außerdem weniger Druck als der mittige Boden, was die Nachdruckfrage in einem Satz beschreibt.
Die Volumenschwindung erreicht im dicken Inneren der Kante 11.31 Prozent, und der heißeste Innenpunkt, 16.94 s bis zur Entformungstemperatur, ist ein Befestigungsübergang von Wand zu Boden. Die geschätzte Einfallstelle auf der Rückseite erreicht maximal 0.107 mm.
Die Gesamtverformung beträgt 1.493 mm, überwiegend nach innen an der Seitenkante, bei einem Bereich von 2.520 mm senkrecht zur Ebene über das Bauteil. Der Dichtungsrand schließt auf eine Restabweichung von 1.369 mm gegenüber einer Ausgleichsebene, sodass Kante und Kanalboden beide Durchbiegung zeigen.
Von den Ergebnissen zur Umsetzung.
Behandeln Sie die Schwindung der Kante, die thermische Verzögerung von Wand zu Boden und die Einfallstelle auf der Rückseite als drei getrennte lokale Änderungen statt als eine globale Prozessverschiebung.
Legen Sie die Anforderungen an Dichtungsverpressung und Leiterplattensitz fest und rechnen Sie anschließend mit modelliertem Anguss- und Kühlsystem gegen diese Grenzwerte neu.
Grenzen der Studie
- Interne Demonstrationsstudie an einer eigenen Konstruktion; weder ein Kundenprojekt noch ein Abgleich mit einem physischen Versuch wird behauptet.
- Dies sind Simulationsergebnisse, keine gemessenen Produktionskennwerte.
- Eigene Lehrgeometrie; kein OEM-Anforderungssatz und keine Qualifizierung als Zulieferleistung.
- Idealer Punktanspritzpunkt: Verluste in Anschnitt, Verteiler, Anguss und Düse sind ausgeschlossen.
- Gleichmäßige Werkzeugtemperatur; Kühlkreisläufe und Werkzeugblöcke sind nicht modelliert.
- Der Verzug wird auf einem zweischichtig zusammengefassten Netz gerechnet (Solver-Warnung 201412); die Netzempfindlichkeit an dicken Übergängen bleibt offen.
- Ohne definierte funktionale Anforderungen wird keine Aussage über Maß-, Sicht- oder Dichtfreigabe getroffen.
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