Scheinwerfergehäuse

Wo ein großes Gehäuse mit Servicekragen seine Ebenheit verliert. Ein 386 mm großes Scheinwerfergehäuse aus mineralgefülltem Polypropylen, vom Anschnittvergleich über 3D-Füllung und Nachdruck bis zum Verzug verfolgt, mit dem Dichtkanal und den vier Fahrzeugbefestigungen als Bewertungsflächen.

Anwendung
Fahrzeugbeleuchtung
Werkstoff
PP mit 20 Prozent Mineralfüllstoff (SABIC PPCompound PHC25/20)
Methode
3D Fill + Pack + Warp
Schwerpunkt
Übergänge der Servicekragen und Dichtkanal
Projekttyp
Interne Demonstrationsstudie
Gesamtverformungsdarstellung des Scheinwerfergehäuses, Maximum 2.244 mm
Gesamtverformung, alle Einflüsse · Maximum 2.244 mm · Interne Demonstrationsstudie

Wie füllt sich ein großes Leuchtengehäuse, und welche Flächen bewegen sich so stark, dass es darauf ankommt?

Ein Scheinwerfergehäuse trägt seine Funktion auf zwei Flächen: dem Kanal, der die Dichtung zur Streuscheibe aufnimmt, und den Befestigungen, die den Scheinwerfer im Fahrzeug positionieren. Alles andere ist Struktur darum herum.

Diese interne Studie vergleicht zuerst die Anspritzlage und verfolgt dann einen 3D-Lauf von der Füllung bis zur endgültigen Verformung, damit Fließweg, geforderter Druck und die daraus folgende Verformung als eine Beweiskette gelesen werden können.

386 x 202 x 82 mm, 2.5 mm Nennwanddicke, 287.204 cm3 Material: 42 Konstruktionselemente mit Servicekragen, gekernten Domen, Rippen, einem Dichtkanal und vier Befestigungen.

Ein nachvollziehbares Berechnungsmodell.

Zweistufige Vernetzung: zuerst eine Dual-Domain-Oberfläche, dann ein aus der korrigierten Oberfläche erzeugtes 3D-Tetraedernetz, damit der im Vergleich ermittelte Anspritzknoten in den 3D-Lauf übernommen wird. Die Anschnittlage wurde vor dem Start des 3D-Laufs an abgeglichenen Dual-Domain-Modellen verglichen, ein Anspritzpunkt gegen zwei.

Der 3D-Lauf Fill + Pack + Warp wurde mit einem einzelnen punktförmigen Anspritzpunkt, einer nominellen Füllzeit von einer Sekunde, Umschaltung bei 99 Prozent des Bauteilvolumens und einem Nachdruck bei 80 Prozent des Fülldrucks gerechnet. Jede Darstellung behält ihre ursprüngliche Legende, damit jedes Ergebnis in seinen eigenen Einheiten lesbar bleibt.

Das Ergebnis im Zusammenhang bewerten.

1.079 sKavitätsfüllzeit
46.92 MPaUmschaltdruck
2.244 mmMaximale Gesamtverformung

Die Kavität füllt sich vollständig in 1.079 s, wobei die linke Befestigungslasche der zuletzt gefüllte Bereich ist, bei einem Umschaltdruck-Maximum von 46.92 MPa. Die Fließfront bleibt zwischen 228-232 °C, sodass nirgends am Bauteil eine Aussage über eine kalte Fließfront erforderlich ist.

Die Volumenschwindung erreicht im Inneren der Befestigungslaschen ihr Maximum von 18.88 Prozent, und der Kern des Bauteils benötigt 44.87 s bis zur Entformungstemperatur. Beides deutet auf thermische Masse und nicht auf die Strömung hin: Die Laschenübergänge sind schlicht dicker als die Wand um sie herum.

Die Gesamtverformung erreicht am rechten Befestigungsauge 2.244 mm. Gegenüber einer Ausgleichsebene gelesen, schließen die Dichtungsränder dagegen auf eine Restabweichung von 0.224 mm, und das ist der Wert, den eine Dichtung tatsächlich sieht.

Von den Ergebnissen zur Umsetzung.

Nehmen Sie die thermische Masse der Befestigungslaschen und die Übergänge der Servicekragen als zwei getrennte Konstruktionsfragen und rechnen Sie mit einem modellierten Angusssystem neu, bevor Sie den Umschaltzeitpunkt festlegen.

Definieren Sie die Dicht- und Befestigungstoleranzen und vergleichen Sie anschließend die überarbeitete Geometrie anhand eines klaren Abnahmekriteriums mit diesem Ausgangszustand.

Grenzen der Studie

  • Interne Demonstrationsstudie an einer eigenen Konstruktion; weder ein Kundenprojekt noch ein Abgleich mit einem physischen Versuch wird behauptet.
  • Dies sind Simulationsergebnisse, keine gemessenen Produktionskennwerte.
  • Eigene Lehrgeometrie; kein OEM-Anforderungssatz und keine Qualifizierung als Zulieferleistung.
  • Idealer Punktanspritzpunkt: Verluste in Anschnitt, Verteiler, Anguss und Düse sind ausgeschlossen.
  • Gleichmäßige Werkzeugtemperatur; Kühlkreisläufe und Werkzeugblöcke sind nicht modelliert.
  • Der Verzug wird auf einem zweischichtig zusammengefassten Netz gerechnet (Solver-Warnung 201412); die Netzempfindlichkeit an dicken Übergängen bleibt offen.
  • Ohne definierte funktionale Anforderungen wird keine Aussage über Maß-, Sicht- oder Dichtfreigabe getroffen.

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